Mafé – Traditionelles aus dem Senegal

Mafé ist ein traditionelles One-Pot-Gericht, bei welchem verschiedene Zutaten auf einer Basis von Tomaten und Erdnusspaste zubereitet werden. Es kommt ursprünglich aus dem Senegal, wo es vegetarisch oder auch mit diversen Fleischsorten serviert wird. Ebenso ist es auch in anderen Ländern West- und Zentralafrikas ein sehr beliebtes Gericht. Die Zubereitung ist unkompliziert, es kann mit den verschiedensten Gemüsesorten hergestellt werden. Häufig werden Tomaten, Zwiebeln, Kohl, Blatt- oder Wurzelgemüse verwendet. Andere Versionen beinhalten Okra, Mais, Karotten, Paprika. Als Gewürz werden z.B. Knoblauch, Zimt, Peperoni, Paprika, schwarzer Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel verwendet.

Traditionell und je nach Nationalität wird es mit diversen Beilagen serviert:

  • Weißer Reis in Senegal, Mauretanien, Gambia
  • Fonio oder To (Hirsebrei) in Mali
  • Couscous in Westafrika, Sahara, Sahelzone
  • Fufu und Süßkartoffeln in den tropischen Gebieten wie Elfenbeinküste

Die ursprüngliche Art es zu servieren und zu verspeisen:

Im Senegal pflegt man Gastfreundschaft nicht nur als ein oberflächliches Konzept sondern eher als eine konsequente Haltung und fast einen Lebensstil. Diese verwurzelte Art der Gastfreundschaft wird mit dem Begriff Teranga beschrieben. Es äußert sich in verschiedenen Alltagshandlungen, so grüßt man jeden, an dem man vorbeigeht, ob er zur Familie gehört oder nicht und auch wenn es das zehnte Mal an dem Tag ist. Der Händedruck muss fest sein, als ein Zeichen des Respekts der jeweiligen Person gegenüber.

Mafé wird auf einer einzigen gemeinsamen Platte serviert. Einzelplatten bzw. Teller wie sie in unserer westlichen Traditionen üblich sind stellen keine Option dar. Die Servierplatte steht in der Mitte des Tisches, und jeder Gast bedient sich davon. Man isst nur mit der rechten Hand und verzehrt nur das, was genau vor einem ist.

Getrunken wird erst, nachdem das Hauptgericht beendet wurde.
Das Essen endet schließlich mit der Teezeremonie, Ataya genannt, die mehrere Stunden dauern kann und in drei Stufen unterteilt ist:
– Ein erster Tee wird eher bitter und nur leicht gesüßt gereicht: „bitter wie der Tod“
– Eine zweite Tasse wird süßer hergestellt: „sweet as life“
– Ein dritter Tee, nun sehr süß: „süß wie die Liebe“

Wer die erste Tasse annimmt muss bis zum Ende an der Zeremonie teilnehmen.